Werte und Vision, eine gute Grundlage für ein Social Enterprise

Nico Tucher von WEtell

Spannende Ausgangslage: Mit Nico hat Georg diesmal mit einem Gesprächspartner, über die er vorher gar nicht so viel wusste. Es existierte nur ein kurzes Vorgespräch, was schon eher untypisch ist.  Auch startete Georg diesmal eher spontan in das Gespräch. Die Erwartungen waren diesmal also, ehrlicherweise, nicht so hoch. 

Und daraus ist eine großartige Folge geworden. Georg konnte viel mitnehmen – du auch?

Gründen ohne Idee

Viele Menschen möchten erst Gründen, wenn sie eine passende Idee haben. Der zündende Einfall. The next Unicorn. Okay, in unserem Fall eher Zebra. Bei Nico war der Prozess aber anders. Er suchte Gleichgesinnte, die ebenfalls gründen wollen und gemeinsam entwickelte man dann die Idee. WEtell war geboren. Und zwar als wertebasiertes Unternehmen. Der Ansatz: Erst die Werte, dann das Produkt. Der Ansatz ist nicht oft zu finden – und umso spannender. 

Vision hilft bei Finanzierung

Crowdfunding ist für viele Gründer*innen eine Möglichkeit zur Finanzierung. Und wir wissen ja: Für ein gutes Crowdfunding braucht man auch eine entsprechende Community. Doch wie baut man diese auf?

Die Vision muss natürlich kommuniziert werden. Im Falle von WEtell war es deutlich leichter hier bei möglichen Kooperationspartner anzufangen. Doch wie findet man diese? Naja, orientiere dich an deinen Vorbildern. Dadurch verbindest du dich auch automatisch mit den richtigen Partnern. Der Vorteil einer solchen Kooperation ist, dass das aufgebaute Vertrauen auch durch den Kooperationspartnern ausgestrahlt wird. Sie wirken also wie ein Katalysator für die eigene Community.

Wirkungsgrenzen müssen nicht schlecht sein

Wie bei allem im Leben, gibt es auch bei der Wirkung gewisse Grenzen. Im Falle von WEtell gibt es zum Beispiel nur 3 Netzanbieter. Man kann also nicht alles ändern – aber Dinge anders machen und so zu einem Vorbild für die anderen werden. Im besten Falle, ziehen so Mitbewerber nach. Das ist nicht garantiert, aber eine Chance dazu existiert. Wenn du also über die Wirkung deiner Idee nachdenkst, schaue auch auf Mitbewerber, die du vielleicht animieren könntest.

Hörer*innen unseres Podcasts wissen, dass es zwischen Vereine, NGO, gemeinnützigen Unternehmen und klassischen Unternehmen noch weitere Möglichkeiten gibt. WEtell bedient zwei weitere Möglichkeiten. Das Unternehmen bietet ein klares Angebot (in Form eines Produktes) welches ermöglicht, eine Kaufentscheidung zu Treffen und so Menschen in Verbindung zu dem Unternehmen setzt. Man kann damit mehr als nur mit Spenden bewirken. Durch eine Gemeinwohl-Zertifizierung sowie durch Purpose schaffst du Vertrauen. Und du wirst so zu einem Gemeinwohl-Unternehmen sowie einem Purpose-Unternehmen. So wie es auch Nico mit WEtell gemacht hat.

Bitte beachte: In Deutschland gibt es noch keine rechtliche Grundlage für den Unternehmenstyp “Purpose” (generell für Sozialunternehmen). Doch mit der Purpose-Stiftung kannst du dich hier schon gut informieren. Informationen gibt es unter purpose-economy.org

Als Unternehmen beschränkt man dadurch zwar sein Handlungsspielraum, zeigt aber damit klar die eigenen Werte. Und das ist ein Vorteil.

Vielleicht startest du so wie Nico?

Lust auch ein Unternehmen mit Impact zu gründen? Vielleicht machst du es dann wie Nico und suchst nicht weiter nach der Idee, sondern fängst direkt an. Geh zu Veranstaltungen von Impact Hubs und Social Impact Labs in deiner Nähe, melde dich bei dem Refleca.network an oder besuche die Konferenz SensAbility. 

Oder: Besuche Impact and Friends, die dieses Jahr am 26. August 2022 stattfindet. Und vielleicht sieht man sich da. Bis dann!

Über WEtell

WEtell macht Mobilfunk – nur eben nachhaltig. Wertebasiert statt Profitmaximiert durch Klimaschutz, Datenschutz und Fairness & Transparenz. Die Vision: Mobilfunk zu einer rundum nachhaltige Dienstleistung machen.