Zarah Bruhn, Social Bee

Warum Gemeinnützigkeit der richtige Weg sein kann – und was er bedeutet

Zarah Bruhn von Social Bee

Was für eine soziale Unternehmerin! Für Zarah Bruhn, Gründerin von Social-Bee, war von Vornherein klar, wie sie ihren Weg gehen möchte: mit dem Kopf voran, zielgerichtet. Sie kommunizierte gleich von Beginn, wie ihre Schritte aussehen. Hat gleich eine GmbH gegründet. Vollgas gegeben.

Das zeigt wieder einmal: Machen ist der beste Weg um Dinge zu bewegen. Auch wenn man manchmal mit dem Kopf durch die Wand muss. Oder über die Wand. Oder auch drunter durch. Dann passieren Dinge. So hat Zarah z.B. einen Mitgründer gefunden und den Ton vorgegeben: Wir machen das Vollzeit – ganz oder gar nicht. 

Nicht alles wird funktionieren

Für Zarah sah es am Anfang nach einem vollen Erfolg aus. Sogar ein Investment schien sicher. Doch dieses platzte letztendlich. Auf einmal ging es nicht weiter. Durch eine Stiftung hat man letztlich einen Weg gefunden. Die Situation zeigt eindrucksvoll: es werden Dinge schiefgehen. Nicht alles wird funktionieren. Das ist okay – man muss nur damit umgehen können und weiter machen. Verloren ist man erst, wenn man aufgibt. So hat Social-Bee sich z.B. entschieden, gemeinnützig zu werden. Erst dadurch konnte man mit der Stiftung zusammenarbeiten.

Warum aber Gemeinnützig?

Die Gemeinnützigkeit hat verschiedene Vorteile. Grundsätzlich sind Unternehmen, gerade wenn es um Unterstützung geht, viel offener, wenn der Partner gemeinnützig ist. Die Zusammenarbeit, der Zusammenhalt und die Kultur werden durch den gemeinnützigen Fokus oftmals deutlich gestärkt. Stiftungen können das Wachstum des Unternehmens unterstützen. Und auch ganz wichtig: Die Gemeinnützigkeit sendet ein deutliches Signal nach außen.

Die Frage nach der Profitabilität 

Social-Bee geht aber noch einen Schritt weiter. Wie möchte man sich finanzieren? Eine Frage, die sich jeder Unternehmer und jede Unternehmerin stellen wird. Als gemeinnütziges Unternehmen drängt sich zunächst die Finanzierungsform über Spenden auf. Zarah wollte hier aber einen anderen Weg gehen und sich eben nicht nur über Spenden finanzieren und so das Mantra auflösen. Social-Bee hat ein Geschäftsmodell und möchte profitabel sein.

Doch was heißt profitabel eigentlich? Auch hierüber muss man sich Gedanken machen. Reicht es vielleicht sich zu 98% selber zu tragen und den Rest durch Spenden oder ähnliches reinzuholen? Oder muss es zu 100% sein? Eine Frage, die man nur beantworten kann, wenn man sich mit der Art von Investoren auseinandersetzt, die man letztlich für sein Unternehmen gewinnen möchte. Dies Entscheidung hat finanzielle Auswirkungen und ist extrem wichtig, die auch bis ins private reingehen kann. Als Sozialunternehmer*in ein schwieriges Thema.

Das Spannungsfeld zwischen Vision und täglicher Arbeit

Wenn auch du ein Sozialunternehmer oder eine Sozialunternehmerin werden möchtest, dann mache dir eines klar: suche den Kontakt. Es ist wichtig, dass du immer wieder Sichtbar machst, warum du etwas machst. Warum möchtest du etwas bewegen? So findest du Netzwerke und Menschen, die sichtbar machen, was du veränderst. Du findest Netzwerke, die ebenfalls Dinge verändern wollen, um der Gesellschaft zu helfen. Und genau diese Netzwerke wirst du dringend brauchen. Nur gemeinsam lässt sich viel bewegen. Also, worauf wartest du?

Über Social-Bee

Social-Bee ist Deutschlands erster Integrationsdienstleister. Als Non-Profit ermöglichen sie die nachhaltige Integration von Geflüchteten. Das Ziel ist die Integration von Geflüchteten und Migranten in den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft.

Als gemeinnützige GmbH erfinden Social-Bee das Modell der Zeitarbeit auf soziale Weise neu: alle Einnahmen werden in die Betreuung und Entwicklung der Mitarbeiter reinvestiert. 

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